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Der
Ausdruck "Blau machen" ist auf die Färberzunft
im Mittelalter zurückzuführen. Es bedeutet einfach,
dass Wolle, Garn oder fertig gewebter Stoff mit natürlichem
tropischen Indigo (oder mit dem meditarranen Waid) blau gefärbt
wurde. Indigo ist im Farbbad jedoch zunächst gelblich. Erst
an der Luft oxidiert er und ändert seine Farbe nach blau.
Die Färber hängten den Stoff nach dem Färben an
die frische Luft und liessen den Sauerstoff seine Arbeit tun
(ausblauen lassen). In der Zwischenzeit machten die Färber
Pause... Da dies üblicherweise montags geschah, sprach man
auch vom sogenannten "Blauen Montag". An dieser Stelle möchte ich Frank Röseler herzlich danken, der mich mit seiner Homepage inspiriert und Klaus Tidow,dem Leiter des Textilmuseums Neumünster, weil er mir die Recherchen in dieser Sache ermöglicht hat. ![]() ![]() |