Die Kleidermotte

Kleidermotte, Tineola biselliella
Körper: 4 bis 9 mm lang
Flügel: ausgebreitet 14 mm
Vorderflügel: gelblich-bräunlich
Hinterflügel: heller

 
Kleidermotten-Befall erkennen:
Lochfraß und Kahlstellen an Woll- und Seidenstoffen und Pelzen,
ca.15 mm lange Gespinströhrchen,
krümelige Ei- und Kotablagerungen,
weiss-gelbe Raupen, ca.10 mm lang
mit dunklerem Köpfchen,
umherfliegende Kleidermotten.

 
 
Biologie:
Die Larven schlüpfen nach zwei Wochen. Bei Zimmertemperatur dauert es weitere drei Monate, bis aus der Raupe ein Schmetterling geworden ist. Die ausgewachsene Kleidermotte frißt nicht und lebt zehn Tage, nur um sich fortzupflanzen. Die Weibchen legen 100 bis 200 Eier in Wollstoffen o.ä. ab, aber nur im Raupenstadium ernährt sich die Motte von Eiweissfasern.
Motten sterben beim Filzen ab:
Da die Kleidermotten ihre Körpertemperatur nicht regulieren können, reagieren sie einerseits auf hohe Temperaturen empfindlich. Das bedeutet, dass alle Entwicklungsstadien (der evtl. vorhandenen Motten in der Wolle) beim Filzen durch das heisse Wasser zerstört werden...
...andererseits vertragen sie auch sehr niedrige Temperaturen nicht. Fertige Filzwerke kann man also ggf. von Mottenbefall befreien, indem man sie einfriert, sofern entsprechend grosse Kühlbehälter vorhanden sind. An sehr kalten Tagen kann man die Wollwaren über längere Zeit nach draussen bringen. Am erfolgreichsten wirken sich Temperaturen zwischen -25° und -30° Celsius aus, die hier in Deutschland aber nur selten erreicht werden. Die Kälte schadet den trockenen Filzprodukten nicht!

  Gegen Mottenbefall sind meine Produkte prophylaktisch mit Neemöl ausgerüstet, das sich nach einigen Wochen bis Monaten verflüchtigt und deshalb hin und wieder aufgefrischt werden sollte. Desweiteren empfehle ich, den Filz zu bewegen und an die frische Luft zu bringen. Motten und Pelzkäfer nisten sich vor allem dort ein, wo es ruhig und dunkel ist. Also, bitte auch im Sommer immer wieder an die warmen Wollsachen denken und den Inhalt des Kleiderschrankes durchbewegen! 
Andere Methoden, wie Mottenkugeln (Kampher) oder Methylbromid kann ich wegen der Vergiftungsgefahr für Mensch und Haustier nicht empfehlen.
 
 

* Neemöl:
Neemöl kaltgepresst aus den Früchten/Samenkernen des indischen Neembaumes wird seit Jahrhunderten in der ayurvedischen Medizin z.B. zur Behandlung von Ausschlägen etc. benutzt. Bauern in Asien verbrennen getrocknete Blätter und vertreiben damit Käfer und Insekten aller Art. In neuerer Zeit hat sich auch die westliche Wissenschaft mit diesem interessanten Wirkstoff beschäftigt und herausgefunden, daß insbesondere das in den Samenkernen enthaltene Azadirachitin hervorragend als natürliches Textilschutzmittel gegen Insekten, Motten und Milben eingesetzt werden kann.Das Mittel schützt Textilien vor Larvenfraß und verhindert so die Weiterentwicklung und Vermehrung dieser lästigen Insekten. Seit ein paar Jahren wird das Mittel sogar auch als natürliches Pestizid verwendet und wird in diesem Bereich wasserverdünnt auch auf Gemüse und Lebensmittel gesprüht. Das Mittel ist also für Menschen völlig unschädlich und findet zunehmend Verwendung auch in der Kosmetik.

Neemöl
Inhaltsstoffe: kaltgepresstes Neemöl
mit 1% Azadirachitin aus den Samenkernen,
ätherische Öle und Duftstoffe, Isopropylalkohol

75ml-Pump-Sprühflasche
14, - DM

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© Text: Susanne Hecht, ausser " * Neemöl"

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